FinanceMission Werbespot

FinanceMission: Wenn sich KI lustig macht

Die Kantonalbanken lassen kurz vor der Tagesschau Werbung mit dem Titel „FinanceMission – Finanzen im Griff“ laufen. Wir finden sie fragwürdig. Deshalb hat unser Autor Werner die KI ChatGPT beauftragt, eine Parodie darauf zu schreiben. Um diesen Werbespot handelt es sich:

Frage an ChatGPT:

Kannst du mir eine Parodie schreiben zur FinanceMission-Initiative der Schweizer Kantonalbanken? In dem Sinne, dass eine frühe Kompetenzerweiterung im Finanzbereich für Schüler sich nicht nur positiv auswirken kann, sondern auch zu Problemen führen kann, weil zu früh alles nur noch über Geld bewertet wird und selbstloses oder gemeinnütziges Handeln nicht mehr wichtig ist.

ChatGPT:

Natürlich, hier ist eine Parodie zur FinanceMission-Initiative der Schweizer Kantonalbanken:

Titel: „Die FinanceMission-Falle

In der idyllischen Schweizer Berglandschaft, wo die Kühe glücklich grasen und die Uhren pünktlich ticken, wurde die FinanceMission-Initiative ins Leben gerufen. Schulen im ganzen Land begeistern sich für die Idee, Schülern schon in jungen Jahren Finanzkompetenzen beizubringen. Doch was als noble Mission begann, entwickelte sich bald zu einer skurrilen Geld-Obsession.

Die Schulglocke läutet, und die Schüler strömen in den Klassenraum. Statt traditionellem Matheunterricht steht heute „Finanzalgebra“ auf dem Stundenplan. Lehrer tragen Banker-Anzüge, und die Tafel ist mit Formeln wie „Gewinnmaximierung im Pausenhof“ und „Zinsen auf Schokoriegel-Investitionen“ übersät.

Schon bald zeigen sich die Nebenwirkungen dieser frühen Finanzbildung. Die Schüler sind nicht mehr daran interessiert, ihre Kekse in der Pause zu teilen, es sei denn, es gibt einen profitablen Deal. „Ich gebe dir zwei Gummibärchen heute, aber du schuldest mir drei nächste Woche – mit Zinsen“, sagt der 10-jährige Finanzgenie Felix zu seiner besten Freundin.

Die Klassenzimmer sind mit kleinen Unternehmern gefüllt, die ihre Geschäftspläne während des Geschichtsunterrichts skizzieren. „Warum sollte ich lernen, wer Shakespeare war, wenn ich lernen kann, wie man Aktien kauft und verkauft?“, fragt die 12-jährige Lisa und streicht Shakespeare kurzerhand von ihrer Prioritätenliste.

Die Lehrer versuchen verzweifelt, die Schüler dazu zu bringen, über etwas anderes als Geld nachzudenken. „Was ist mit Freundschaft? Was ist mit sozialem Engagement?“, fragt die besorgte Lehrerin Frau Müller. Die Schüler antworten nur mit einem genervten Lächeln: „Frau Müller, das bringt uns doch nichts im echten Leben.“

Die FinanceMission-Initiative hat die Schullandschaft übernommen, und die Kinder denken nur noch in Renditen und Krediten. Selbstlose Taten und gemeinnützige Projekte werden belächelt. Die Schüler organisieren jetzt Wohltätigkeitsveranstaltungen, aber nur, um ihre Steuerabzüge zu maximieren.

Die Eltern sind besorgt, dass ihre Kinder zu kleinen Gordon Gekkos heranwachsen. „Früher wollten sie Astronauten oder Feuerwehrmänner werden. Jetzt träumen sie davon, Hedgefonds-Manager zu sein“, seufzt ein Vater.

Die FinanceMission-Falle hat die Kinder der Schweiz fest im Griff. Während sie vielleicht die besten Investoren der Welt werden, fragt man sich, ob sie jemals den Wert von Freundschaft, Solidarität und uneigennützigem Handeln verstehen werden. Vielleicht sollte der Lehrplan wieder Platz für die einfachen Freuden des Lebens schaffen, bevor die Kinder zu früh in die Welt der Zinsen und Dividenden gezogen werden.

Mein Kommentar

Auch wenn der Werbespot natürlich nicht ganz ernst gemeint ist: Die weiter wachsende Vereinnahmung unserer persönlichen Beziehungen durch Geld empfinde ich kontraproduktiv. Es ist doch urtraurig, wenn auch noch die Familie als gefühlt letzte verbliebene Bastion des kooperativen Miteinanders durchs Feilschen um Geld in eine marktähnliche Beziehung umgewandelt wird. Genau dies tut aber das „Jugendlohn“, der neuerdings als Alternative zum Sackgeld, das ich schon problematisch genug finde, propagiert wird, um der Jugend den Umgang mit Geld zu lehren (was ja nicht per se falsch ist).

Anstatt mehr Marktbeziehungen aufzubauen, sollten wir wieder mehr in echte Beziehungen mit unserer Mitwelt und unseren Mitmenschen kommen. Nicht nur auf persönlicher Ebene sondern auch in wirtschaftlichen Zusammenhängen. Nur so werden wir die gewaltigen Herausforderungen auf diesem Planeten lösen können. Die Markt- und Geldbeziehungen haben uns genau in die Probleme hineingeführt… Wir sollten also unsere Jugend lehren wie sie gelingende Beziehungen und tragende Netzwerke aufbauen können, statt wie sie um mehr Geld feilschen können.

Raffael Wüthrich

Raffael Wüthrich

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